Gesangstherapie

Die Gesangstherapie wurzelt in der „Schule der Stimmenthüllung“, die von der schwedischen Sängerin Valborg Werbeck-Svärdström (1879-1972) entwickelt wurde. „Die menschliche Stimme braucht keine Bildung, sie ist da, fertig vollendet als ein im ideellen klingendes Wesen, aber sie wartet auf Befreiung.“
V. Werbeck-Svärdström

Die Gesangstherapie hat zum Ziel, die Selbstheilungskräfte und die Regeneration des Organismus anzuregen. Das Singen durchströmt, durch den Atem als Träger der Stimme, den gesamten Menschen. So kann man den Leib auch als das Ur-Musikinstrument des Menschen bezeichnen. Aus allen musikalischen Elementen, wie Klang, Rhythmus, Intervalle, Vokale und Konsonanten, werden für jeden Patienten individuelle Übungen gebildet, die unter Anleitung eines Therapeuten erarbeitet werden.

"Das Singen entfaltet sich in dem Maße, wie es aus dem Lauschen, dem achtsamen Hören erwächst."
Y. Menuhin

Dieses Hören ist sowohl nach außen als auch auf das Innere des Menschen gerichtet. Im Lauschen auf die inneren Botschaften des Körpers lassen sich durch gezielte Übschritte blockierte Energien wieder in Fluss bringen.

„So kann Singen zugleich Bewegung ins Eigenste sein, gar eine sanfte Revolution der Befriedung auslösen, und vielleicht uns Menschen zunehmend aus lebensfeindlichen persönlichen und gesellschaftlichen Strukturen herauslösen helfen.“
Y. Menuhin